Anschluss von Mikrofonen

Mikrofone in ELA-Anlagen werden vielfach über längere Leitungen an die Verstärker angeschlossen. Um hierbei Störungen zu vermeiden, sollte der Anschluss von Mikrofonen grundsätzlich symmetrisch erfolgen. Dabei wird eine zweiadrige abgeschirmte Leitung (z. B. MLC-52) verwendet. Dabei müssen sowohl der Eingang des Verstärkers wie auch das Mikrofon symmetrisch angeschlossen werden. Dies geschieht in der Regel über eine XLR-Buchse am Verstärker.

Ist kein symmetrischer Eingang vorhanden, sollte unbedingt ein Übertrager vorgeschaltet werden. Durch einen symmetrischen Anschluss lassen sich ca. 90 % aller Störungen beseitigen.

Infos zum Umgang mit Funkmikrofonen

True-Diversity Neben den Standard-Empfängern sind Empfänger verfügbar, die nach dem True-Diversity Prinzip arbeiten. Bei diesen Geräten ist das eigentliche Empfangsteil für die jeweilige Empfangsfrequenz doppelt vorhanden. Kennzeichen hierfür sind zwei Antennen.

Das Gerät vergleicht die Signale beider Empfangskreise und schaltet das jeweils stärkere auf den NF-Ausgang. Dies geschieht ohne Ausfall des Empfanges. Durch unterschiedliche Antennenausrichtung bzw. Absetzen einer Antenne kann somit die Empfangssicherheit vergrößert werden.

True-Diversity-Anlagen sollten immer dann verwendet werden, wenn sich die Person, die den Sender trägt, bewegt, wie z. B. Moderatoren, Sänger oder auch bei Anwendungen in Kirchen. Aber auch andere Gründe können eine höhere Sicherheit der Funkverbindung erfordern.

Betrieb von mehreren Sendern gleichzeitig

Immer wieder sollen mehrere Mikrofonsender gleichzeitig betrieben werden. Gerade nach dem Kauf von Sets besteht immer wieder die Versuchung, z. B. durch Nachkauf eines Krawattenmikros mit zwei Sendern gleichzeitig zu arbeiten. Dies ist nicht möglich. Werden zwei Funksender mit identischer Trägerfrequenz gleichzeitig eingesetzt, stören sie sich gegenseitig.

Sollen also mehrere Funkmikrofone zeitgleich betrieben werden, so ist für jeden Sender eine eigene Frequenz und somit auch ein eigener Empfänger erforderlich. Dies gilt auch für Diversity-Empfänger, denn obwohl diese über 2 Empfangseinheiten verfügen, kann hier ebenfalls immer nur ein Sender pro Frequenz empfangen werden.

Squelch

Damit bei ausgeschaltetem Sender kein Rauschen zu hören ist, besitzen Funkempfänger eine Squelchs-Regelung (auch Rauschsperre genannt). Solange kein Trägersignal vorhanden ist, wird der NF-Ausgang automatisch abgeschaltet. Die Ansprechschwelle dieser Squelch-Regelung lässt sich bei vielen Empfängertypen von auen verändern.