Die Bildhelligkeit der Daten- und Videoprojektoren wird in ANSI Lumen angegeben.

Um eine Hellraumprojektion lt. DIN 19045 zu realisieren, muss die Leuchtdichte auf der Leinwand, hervorgerufen vom Umgebungslicht, vom eingesetzten Projektor um das 5fache übertroffen werden.

Dadurch ergibt sich für die benötigte Lichtleistung des Projektors folgende Formel: Lux (Raumhelligkeit) x 5 x Leinwandgröße in m² = benötigte ANSI Lumen des Projektors.

Berechnungsbeispiel für einen Standardseminarraum mit 9x6m Grundfläche

  • Raumhelligkeit abgedimmt auf 150 Lux
  • Bildgröße 200x150 cm (3m2 Bildfläche), max. Betrachtungsabstand 8m
  • Benötigte Lichtleistung = 150 x 5 x 3 = 2.250 ANSI Lumen.

Dunkelt man den Raum weiter ab, z. B. auf 100 Lux, reduziert sich die geforderte Lichtleistung auf 1.500 ANSI Lumen.

Bei mehr Helligkeit erhöht sich der geforderte Wert und man erkennt sehr bald, dass eine Aufprojektion z.B. im Freien nicht realisiert werden kann:

  • Geforderte Helligkeit = 20.000 x 5 x 3 = 300.000 ANSI Lumen, daher sind Präsentationen im Sonnenlicht nur mit LED-Flächen möglich

Für Rückprojektionen ist nur ein 1/4 der o. a. Lichtleistungen erforderlich.

Lumen = Lux / m²

Das Kontrastverhältnis gibt das Verhältnis zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt des projizierten Bildes an, wobei die Messung in einem absolut abgedunkelten Raum statt findet. Ein höheres Kontrastverhältnis bedeutet dabei ein klareres Bild. Aber Trotz eines angegebenen Kontrastverhältnisses von z.B. 400:1 wird das effektive Kontrastverhältnis bei hellem Umgebungslicht unter Umständen maximal 2:1 betragen, da der hellst Punkt nur doppelt so hell ist als der dunkelste auf der Leinwand.

Rückprojektionen werden durch Umgebungslicht kaum beeinträchtigt und haben daher immer das höchste Kontrastverhältnis, daher sind auch die projizierten Bilder kontrastreicher, klarer und angenehmer zu betrachten.