Raumhöhe

Grundsätzlich schreibt der Gesetzgeber für Arbeitsräume eine Raumhöhe von 3 Metern vor. Diese kann bei einer maximalen Bodenfläche von 500m2 auf 2,8m und bei maximal 100m2 auf 2,5m verringert werden.

Wesentlich wird die Raumhöhe im Kommunikationsraum von den darin verwendeten Medien bestimmt. Die Bild-Unterkante der Projektionswand sollte über den Köpfen der Betrachter liegen. Das bedeutet eine Bildunterkante für sitzende Betrachter von mindestens 130 cm, optimal 150 cm.

Die nachfolgenden Berechnungsbeispiele zeigen, dass Bildhöhen von 150 cm (erforderlich bei Betrachtungsabstand von bis zu 8m) und mehr die Regel sein werden. Aber bereits bei dieser Standardgröße einer Leinwand für Datenprojektion von 200x150cm, ergibt sich eine erforderliche Raumhöhe von mind. 320 cm, da beim Einsatz einer Elektrobildwand auch der Schutzkasten und die Montagekonsolen miteingerechnet werden müssen.

Ermittlung der richtigen Leinwandgröße

Das möglichst schnelle Erfassen einer Gesamtinformation setzt voraus, dass möglichst alle Einzelinformationen innerhalb des Blickfeldes liegen. Im Bereich von etwa 40grad ist schnelles Erfassen durch Augenbewegung ohne Kopfbewegung möglich.

Die Leinwandgröße ist grundsätzlich vom Betrachtungsabstand und von der Projektionsart abhängig.

Als Faustregel für einen Seminarraum gilt:

Computeranwendung XGA-Auflösung

  • Abstand entferntester Betrachter / geteilt durch 4 = optimale Leinwandbreite
  • Bild-Seitenverhältnis: 4:3

Computeranwendung SVGA-Auflösung Minimal:

  • Abstand entferntester Betrachter / geteilt durch 5 = optimale Leinwandbreite
  • Bild-Seitenverhältnis: 4:3

Videopräsentation Minimal:

  • Abstand entferntester Betrachter / geteilt durch 6 = optimale Leinwandbreite
  • Bild-Seitenverhältnis: 4:3 und 16:9 (empfohlen)

Weiters zu beachten:

  • Die Bildunterkante sollte 150cm über dem Boden sein (Minimum 130 cm
  • Die Mindestentfernung zur Bildwand soll die 1,5 fache Bildwandbreite betragen.
  • Der vertikale Blickwinkel sollte ca. 11grad betragen und seitlich nicht über 20grad liegen.
  • Die Hellraumbedingung (siehe DIN19045 Teil1) sagt aus, dass die durch das Projektionslicht erzeugte Bildwandleuchtdichte mindestens fünfmal größer sein muss als die durch das Raumlicht erzeugte Bildwandleuchtdichte.
  • Damit die erforderliche Bildwandleuchtdichte (ANSI Lumen des Projektors) nicht zu hoch gewählt werden muss, empfiehlt sich die Abschattung des Lichteinfalls gegen die Leinwand.

Leuchtdichtefaktor / Gain:

Wesentlich für den Betrachter ist die Betrachtungskennzahl, die sich aus dem Leuchtdichtefaktor und dem Streuwinkel der Bildwand ergibt = maximale Betrachterfläche. Englische oder amerikanische Hersteller geben den Begriff "Gain" an. Dies ist nach der britischen Norm BS 5382 von 1982 die gleiche Größe, wie die als Leuchtdichtefaktor nach DIN 10045 Teil 4 festgelegt ist. In der US-Norm wird diese Größe ebenfalls als Gain bezeichnet. In allen drei Fällen wird die zu untersuchende Bildwand gegen eine Bezugsfläche, z. B. eine gepresste Platte aus Barium-Sulfat (bei DIN) oder Magnesium-Karbonat oder Magnesium-Oxyd (bei BS und ANSI) gemessen und das Verhältnis der Leuchtdichte bei 5grad Abstrahlungswinkel angegeben. Angaben ohne definierten Bezug zu einer Norm sind als irrelevant zu bezeichnen.

Kalkulation der Bildwandgröße

Für Standardleinwände für PC und Video gilt das Bildformat 4:3. Sie errechnen die Leinwandabmessungen mit der 3-4-5 Regel:

  • 5 = Bilddiagonale
  • 4 = Bildbreite
  • 3 = Bildhöhe

Sie benötigen also nur eine Angabe um die restlichen Dimensionen zu errechnen:

  • z.B. ergibt sich auf Grund der Raumhöhe eine max. Bildwandhöhe von 150 cm
  • Die Bildbreite erhalten Sie indem Sie 150 durch 3 dividieren und mit 4 multiplizieren = 200 cm
  • Die Bilddiagonale erhalten Sie indem Sie 150 durch 3 dividieren und mit 5 multiplizieren = 250 cm

Im 16:9 Format funktioniert es gleich, allerdings lautet die Regel 9:16:18,36