Bei der Ausstattung von Seminar-, Konferenz- und Tagungsräumen konzentriert man sich oftmals zu sehr auf die Visualisierung.

Hören ist jedoch unser erster Sinn. Hören bestimmt unser Verhältnis zur Wirklichkeit viel mehr noch als Sehen. Es misst die Dimension von allem, was wir im wörtlichen Sinn wahrnehmen, also für wahr und wirklich halten.

Was wir hören, berührt direkt unsere Gefühle. Es konditioniert uns und ist Auslöser unmittelbarer Reaktionen - Zustimmung und Zuwendung genauso wie Ablehnung und Flucht.

Das Ohr ist immer offen. Selbst im Schlaf hören wir.

Wie etwas kling, bestimmt entscheidend, ob es von Menschen angenommen wird: ein Raum oder ein ganzes Gebäude, ein Platz oder eine Arena - und natürlich alles, was dort passiert.

KLAUSNER hat sich von Anfang an die Aufgabe gestellt, den guten Klang zu gestalten: überall da, wo er entscheidet - auch über Ihren Erfolg.

Bei der Planung einer Lautsprecherinstallation gibt es wichtige Kriterien, die bereits im Vorfeld des Designs beachtet werden müssen, um eine optimale Beschallung zu gewährleisten.

5 Elemente für gute Sound Qualität

  1. Gleichmäßige tonale Ausgewogenheit über den gesamten Bereich (primär Abhängig vom Direkt-Schallanteil. Ziel soll es sein, einen gleichmäßigen Schalldruckpegel mit einer Abweichung von max. 3dB im gesamtem Raum zu erreichen.Diese Differenz ist vom menschlichen Ohr kaum wahrnehmbar. Eine Abweichung um -6dB entspricht aber bereits nur mehr der halben Lautstärke. Zu beachten ist dabei auch, dass sich bei jeder Entfernungsverdoppelung vom Lautsprecher, die Lautstärke halbiert undsomit meistens Stützlautsprecher im hinteren Bereich benötigt werden.
  2. Angemessene Lautstärke - das Ohr hat einen Dynamikumfang von 1 zu 100 Millionen, wobei wir tiefe Töne um so besser hören, je lauter sie sind. Eine dynamische Equalisierung gleicht diese Wahrnehmungseigenheit aus.
    Gewünschte Lautstärken
    75 - 85 dB
    angenehm laut, typisch zum Unterhalten
    85 - 95 dB
    laut, Vordergrundmusik
    95 - 105 dB
    sehr laut, Nachtklub
    105 - 125 dB
    Disco
    135 dB
    Rockkonzert
    140 dB
    Schmerzgrenze
  3. Lokalisation - richtungsgebundenes Hören Der visuelle und akustische Richtungsbezug sollen gleich sein. Das menschliche Ohr kann in der Medianebene Richtungsänderungen von 3grad wahrnehmen und empfindet es als äußerst unangenehm, wenn der Ton nicht an dem Punkt geortet werden kann, wo sich das Geschehen abspielt. Eines der beeindruckendsten, positiven Beispiele hierfür bieten die Bregenzer Festspiele, bei denen der Zuseher ein Schreiten über die Bühne auch mit geschlossenen Augen, akustisch exakt so verfolgen kann. Um einen Sprecher auch in der korrekten Richtung wahrzunehmen, ist es entscheidend, diese Lokalisierung durch direkt abstrahlende System zu ermöglichen. Der Direktschall bringt nicht nur Ausgewogenheit zwischen Bass, Mitte und Höhen, sondern bestimmt auch weitgehenddie Klarheit, den Klang und die Sprachverständlichkeit. Der indirekte Schall ist wiederum maßeblich für den Gesamtpegel verantwortlich. Binaurales Hören - Horizontale, richtungsbezogene Wahrnehmung: +/- 3-5grad Vertikale, richtungsbezogene Wahrnehmung: +/- 10-15grad Nach dem Gesetz der 1. Wellenfront (Haas-Effekt) gibt die Schallwelle, die zuerst auf unser Ohr trifft, oder auch lauter ist, wahrnehmungsmäßig die Richtung des vernommenen Ereignisses an.
  4. Keine hörbaren Echos - Je mehr direkter Schall um so mehr Sprachverständlichkeit ist gegeben. Diffuser Schall erhält keinerlei Richtungsinformation. Echos von über 100ms wirken sich schädlich auf die Sprachverständlichkeit aus.
  5. Bestmögliche Sprachverständlichkeit - Wird in der Regel in Prozenten oder als STI Wert angegeben. Für die Prozentermittlung werden Personen Logatome(real nicht existierende Worte) vorgelesen die dann von den Testpersonen schriftlich aufgezeichnet werden. Der STI Wert sollte über 0,55 liegen. (siehe Audio-Kenndaten). Es ist dabei wesentlich effizienter, eine Verbesserung im unteren Bereich, z. B. von 0,50 auf 0,55 anzustreben als z. B. eine Steigerung im exzellenten Bereich von 0,7 auf 0,75 Der STI-Wert (Speech Transmission Index) ist ein Messverfahren, das sowohl die Raumakustik, wie auch den Hintergrundlärm berücksichtigt.
    In Prozenten STI
    <70%
    mangelhaft 0,3 - 0,45
    70-80%
    gut 0,45 - 0,55
    80-90%
    sehr gut 0,55 - 0,7
    > 90%
    ausgezeichnet 0,7 - 1
    Um die Sprachverständlichkeit zu erhöhen, gibt es prinzipiell 2 Möglichkeiten:
    1. die Nachhallzeit wird gesenkt und damit der Hallradius und die kritische Entfernung vergrößert
    2. den Abstand zur Schallquelle verkleinern, was in der Regel mehr Lautsprecher bedeutet und somit ein größeres Nachhallfeld erzeugt. Das Verhältnis zwischen Nutzpegel und Störpegel muss mindestens 25 dB betragen. Bei Konzerten können aber auch 45dB und mehr notwendig sein.

Allgemeine Empfehlungen

Nachhallzeit

Die Nachhallzeit T60 ist die Zeitspanne in der ein Signal um 60 dB abfällt = 1 Millionstel der ursprünglichen Energie Mehrzweckräume bis 2000m3 sollen für eine Nachhallzeit von 0,6 bis 1,5s geplant werden.

Optimale Nachhallzeiten für Standardseminarräume bis 2000m³

  • Sprache 0,6 - 1s
  • Musik 0,8 - 1,5

Optimale Nachhallzeiten für Konferenzsäle bis 10.000m³

  • Sprache 0,8 - 1,2s
  • Musik 1,3 - 2s

Reflexionen und Echos sollen in einem Bereich bis max 30 ms liegen, um als ein Ereignis wahrgenommen zu werden. Reflexion über 100ms sind für die Sprachverständlichkeit bereits absolut störend.

Kommt auf 3-4m³ Raumvolumen eine Person, bilden die Zuhörer in der Regel bereits einen genügend großen Absorptionskoeffizienten. Bei mehr als 8m3 Raumvolumen pro Person müssen sicherlich absorptive Flächen geschaffen werden.

Kontaktieren Sie uns bitte, falls Sie einen Konferenzsaal planen, wie entwerfen und testen Ihre elektroakustische Anlage lange bevor der Raum gebaut ist - auf Wunsch machen wir Ihnen das Ergebnis hörbar: mit schriftlicher Garantie für das erzielte Ergebnis. Vergleich Sie sich nach Fertigstellung die Aufnahme der Simulation mit der Realität - Sie hören keinen Unterschied: KLAUSNER und BOSE garantieren es!